Adidal Abou-Chamat
Adidal Abou-Chamat


Die Fotografien und Videoarbeiten der Künstlerin und Ethnologin Adidal Abou-Chamat thematisieren das Fremdsein und das Anderssein sowie die Suchbewegung nach der eigenen kulturellen Identität. Ein Antrieb für dieses spezielle Themenfeld mag in ihrer persönlichen Geschichte liegen, ihrem eigenen Grenzgängertum zwischen dem mitteleuropäischen und dem arabischen Kulturraum. Dieses Dazwischensein öffnet den Blick für hybride (Lebens)Formen und verleiht den in ihren Arbeiten transportierten Themen und Diskursen höchste Integrität.
Es sind jedoch nicht nur die kulturellen Unterschiede und Besonderheiten, sondern auch genderspezifische Rollenzuweisung, Vorurteile und Klischees, die sie häufig sowohl am weiblichen als auch am männlichen Körper sichtbar macht. In vielen ihrer Fotografien, Videos und Installationen geht es daher um Fragen der Differenz, der Identität, der kulturellen und ethnischen Dominanz sowie um Formen der Marginalisierung und Stigmatisierung, die ihre Protagonistinnen durch Hautfarbe, Kleidung und Habitus mitteilen.

The photographs and videos of the artist and ethnologist, Adidal Abou-Chamat, deal with being alienated and different as well as the search for one’s cultural identity. The urge to explore these particular themes may well lie in her personal history, her border crossings between middle European and Arab cultures. This being-in-between provides a glimpse into hybrid (living) forms and endows a high level of integrity to the themes and discourses in her work.
However, it is not only cultural differences and peculiarities but also the assignation of gender roles, prejudices and clichés that she makes visible on both female and male bodies. In her videos and installations, her protagonists convey questions of difference, identity, cultural and ethnical dominance as well as marginalisation and stigmatisation through their skin colour, clothing and habitat.

Susanne Jakob
Translation Heather Allen